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Control the Curve – Überlebensstrategien für Verlage

Als der Journalist Ben Thompson das Modell der “Smiling Curve” auf die Verlagsbranche übertrug, löste das Diskussionen in der Fachwelt aus. Denn die “Smiling Curve” beschreibt, wie traditionelle Anbieter von Inhalten in der Netzwirtschaft systematisch entwertet und aus dem Markt gedrängt werden. Wir haben das Modell mit aktuellen Marktdaten überprüft und zeigen beispielhaft, welche Auswege einige Player wie Axel Springer, der Ebner-Verlag oder die Osnabrücker Zeitung entwickelt haben.

Das Netz hat die Eigenschaft Friktionen aufzulösen. Im Geschäft mit Inhalten sind zwei große Veränderungen sichtbar: Spezialisten differenzieren das Angebot immer weiter aus. Wettbewerb entsteht auch dort, wo vormals nur einige wenige den Markt kontrollierten. Auf der anderen Seite schieben sich Plattformen zwischen die Anbieter der Inhalte und deren Konsumenten. Die Folge: Verlage verlieren die Rolle des Gatekeepers zwischen Produktion und Konsument – und damit einen essentiellen Teil ihres Wertschöpfungspotenzial. Das Modell der “Smiling Curve”.

 

Grafik: Mal lächelt’s links, mal grinst es rechts – in der Mitte aber grübelt der Verlag. Die Smiling Curve nach Ben Thompson.

Ein sehr anschauliches und einprägsames Modell. Aber hält es auch in der Praxis? Und welche Dynamiken erzeugt es über die Zeit? Wir suchen die Strategien, die diese Dynamiken nutzen und so Geschäft entwickeln.

Wir haben zwölf Verlage, Inhalte-Produzenten und Plattformen ins Bild gesetzt und anhand ihrer Marktkapitalisierungen aufgereiht. Die Marktwerte sind logarithmiert, das macht es übersichtlicher. Heißt: Der jeweils nächste Wettbewerber ist viel weiter weg von seinem Nachbarn, als es scheint.

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Und jetzt: Viel Spaß mit „Control the Curve – Überlebensstrategien für Verlage“

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Überlebensstrategien für Verlage

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NW#99 Re-Work 2016 (The Very Best of Netzwirtschaft)

5x Most Wanted

1 Plattformen: Gamechanger in der digitalen Ökonomie (Holger Schmidt)

2 Google: The End of The Online Advertising Bubble (Kalkis Research)

3 Medien: 7 Predictions about the Future (Henry Blodget)

4 Online Marketing: Florian Heinemann im Interview (Philipp Westermeyer)

5 Rocket Internet: Eine KPI-Analyse (Christoph Gerber)

 

5x Best Practices

1 Zalando: Schneller lernen als die Liquidität sinkt (Brand Eins)

2 About You: Mit Online Marketing zu 9-stelligen Umsätzen (Tarek Müller & Philipp Westermeyer)

3 Dollar Shave Club: Fuck Everything, We’re Doing Five Blades (Ben Thompson)

4 AWS: Wie Amazon die Netzwirtschaft besteuert (Ben Thompson)

5 Springer kauft eMarketer: Der größte CPO aller Zeiten? (220.000€)

 

5x Big Ideas

Marc Andreessen: Why Software is Eating the World (WSJ)

Blockchain: Wenn der Wandel aus dem Nichts kommt (Capital)

Netflix: Wenn Kultur Strategie zum Frühstück frisst (15 Mio. Aufrufe!)

Slack: Noch ein Pivot, dann HR-Plattform für digitale Fachkräfte?

Magic Leap: Wenn Technik die Wahrnehmung verändert (Video)

 

UNSER LIEBLINGS-LINK

16 Essential Readings

Denn je knapper unsere Zeit ist, desto wertvoller wird eine gute Buchempfehlung – wir haben 500 Fachleute befragt.

 

Außerhalb der Konkurrenz, aber mit weitem Abstand am häufigsten geklickt wurde unsere Software-Liste „Die 50 wichtigsten Tools der Netzwirtschaft


NW#96 Null digitalisiert! Mit: Thelen, Merkel und Kosinski sowie 24 performanten Essentials

Ich habe die Bombe nicht gebaut. Ich habe nur gezeigt, dass es sie gibt.

Michael Kosinski via Das Magazin

Guten Tag,

mehr als 200.000 Mal wurde der Artikel, in dem Cambridge Analytica zeigt, wie man mit Big Data und Psychogrammen Wahlen gewinnen kann, allein auf Facebook geteilt. Wahr ist er deshalb nicht. Doch er könnte es bald werden, denn künstliche Intelligenzen lernen schnell hinzu (siehe Chart der Woche), sie treiben den Markt für Ad- und Marketing Tech an (siehe Digitales Marketing) und bereits heute können politische Lager die Plattformen Google und Facebook für ihre Zwecke missbrauchen (siehe Digitale Wahrheiten).

Viel Spaß mit der 96. Ausgabe der Netzwirtschaft.

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NW#92 Mobile, Wish, Ikea, Magic Leap und ein Sneaker, der aus dem Ozean kam

If there is a single phrase that describes the effect of the Internet, it is the elimination of friction.

Ben Thompson, Stratechery

Guten Tag,

sind Friktionen Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg? Weil nur einige wenige Akteure in der Lage sind, unternehmerische Hürden zu überwinden? Und eliminierte das Internet diese Hürden zar Schritt für Schritt und macht Erfolg so wahrscheinlicher, aber auch weniger nachhaltig, weil die Konkurrenz stieg? Ist in einer vernetzten Wirtschaft Wachstum das Mittel der Wahl, um von positiven Rückkopplungen profitieren zu können? Ist Größe die neue Friktion?

Viel Erfolg mit der 92. Ausgabe der Netzwirtschaft.

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