Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Alexander Krug – SUPERCAT

Wer ist Alexander Krug? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Hallo, mein Name ist Alexander Krug und ich bin seit einem Jahr Mitgründer und Chefredakteur von SUPERCAT, einer Content-Marketing-Agentur aus Berlin für Consumer-Produkte der Tech- und Digital-Welt. Die 17 Jahre davor war ich bei CONNECT und dann COMPUTERBILD sowie die letzten 14 Jahre vor der Kamera beim SAT.1-Frühstücksfernsehen für die Themen Digitale Dienste, vernetzte Gadgets und Telekommunikation verantwortlich. 2013 wechselte ich dann als Leiter Content Entwicklung und Kooperationen in die Chefredaktion der COMPUTERBILD-Gruppe.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Lieber immer ein Handy mehr dabei haben, als ein Ladegerät mitschleppen.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht Ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Jeder bei SUPERCAT kennt sich mit Tech aus. Wir leben und lieben Gadgets und Online – und können somit sehr glaubwürdig und besonders relevanten Content und Events entwickeln und umsetzen. Wir kennen den Endkunden und haben Zugang zu Publishern und Multiplikatoren. Das ist eine ideale Voraussetzung, um gezielt Engagement als wertvolle Mechanik für Aufmerksamkeit und Verbreitung des Contents einzusetzen. Apropos: Für uns stehen Kreativität und Full-Service immer im Mittelpunkt unserer Kooperationen. Also alles aus einer Hand – von inhaltlicher Konzeption über Testimonials und hauseigener Redaktion, bis hin zu skalierbaren Reichweiten.

SUPERCAT bietet dabei Unternehmen aus den Bereichen Consumer Electronics, Telekommunikation, vernetzte Hardware, Online Services und Smart Home kreative Content-Lösungen, eigenentwickelte digitale Engagement-Tools und native Content-Formate, die zu hundert Prozent auf das Engagement der User fokussiert sind.

Unsere Superpower: Wir bringen dank unser hauseigenen Publisher (z.B. AndroidPIT.de) für unsere Kunden skalierbare Reichweite mit. Außerdem wird die Agentur von renommierten Tech-Journalisten geführt, die durch ihr jahrelanges Know-how bei der Content-Erstellung Online, Video, TV und Print besonders glaubwürdige Themenansätze erstellen können.

Apropos Superpower: Verrätst Du uns ein „Best Practice“ Deiner Firma, wo Ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Zum Beispiel als wir über 1000 Menschen dazu gebracht haben, Ihr aktuelles Premium-Smartphone gegen ein nagelneues Flaggschiff eintauschen zu wollen und sich dafür richtig zu bewerben. Am Ende wurden 9 Testimonials ausgewählt, die uns ihre iPhones und Android-Lieblinge zu einem Swap-Event brachten und alle zu einem neuen Hersteller wechselten. Nach ein paar Wochen Testphase wollte niemand wieder zurück tauschen.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein?

Die Herausforderung liegt heute ganz klar darin, herauszustechen und sich von der Masse abzusetzen. Denn jeder produziert heutzutage Content und alle wollen damit online Beachtung finden. Doch die Frage, die man sich stellen muss, lautet: Reicht Content allein – selbst wenn er gut gestaltet ist – heutzutage noch aus? Bleibt überhaupt noch was davon beim Leser hängen? Und wenn ja, was? Denn, ob das Auge während des Runterscrollens der Webseite auf dem platzierten Content auch tatsächlich hängen bleibt, ist in den meisten Fällen reine Glückssache. In unserer Branche ist die Herausforderung deshalb, den Content wieder relevant und interessant für die Konsumenten zu machen und sich von den bestehenden Angeboten abzuheben. Die Frage hierbei ist natürlich, wie das am Besten funktionieren kann? Das Zauberwort ist für uns und unseren Ansatz hier ganz klar das Engagement. Denn worum es vielmehr geht, ist die tatsächliche Beschäftigung des Lesers mit dem Content. Hat der Leser sich Gedanken über das Produkt gemacht, eine ihm dazu gestellte Frage für sich beantwortet und sich so eben auch eine Meinung darüber gebildet, desto höher ist auch die Chance auf eine weitere Beschäftigung mit dem Content/Angebot, die die Kaufentscheidung dann letztendlich positiv beeinflussen kann. Die Kunst ist es also Werbung wieder interessant für den Leser zu machen.

Was hat Dich bisher am meisten „am Internet“ geärgert, was am meisten gefreut?

Ich freue mich über jede Werbestory/-clip mit Überraschung und Schmunzelfaktor. Ich ärgere mich über Fake-News.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für…

… einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin (auch Print), mit dem/der Du Dich zu (digitalen) Themen gerne informierst

Ich versuche gut informierten und vernetzten Personen aus der Branche und Publishern über soziale Medien zu folgen – die Geschichten dahinter zu konsumieren, ist natürlich oft eine zeitliche Herausforderung.

… ein Video, das Du Deinen Kunden empfiehlst

www.androidpit.de/oneplus-5-im-akku-stresstest-quer-durch-europa

… ein spannendes Buch, das Dich für Dein Business inspiriert hat

Von Clayton M. Christensen „The Innovators Dilemma“

… das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

Confluence und Slack

Mit welchem Experten (aus Deiner Branche) würdest Du am liebsten einmal einen Tag zusammenarbeiten und warum?

Mit Unzähligen. Denn Produktentwicklung und Kampagnenkonzeption sind für mich immer spannend – dass in mutigen Unternehmen und dynamischen Teams mitzuerleben, sollte einen immer voran bringen.