Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Peter Schütte – Freudenberg IT

 

Wer ist Peter Schütte? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Gebürtiger Kölner. Klassisches „Agentur-Gewächs“. Soziologe. Seit zig Jahren im Bereich B2B IT-Marketing unterwegs. Passion for Digital Marketing, Lead-Generation, Orchestrierung.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Lebenslängliche Mission gegen „Werbung, die nervt“. Das ist heute einfach nicht mehr nötig und verstellt den Blick auf modernes Marketing, das dem eigenen Unternehmen UND dem Kunden nützt.

Elevator Pitch! Was macht Freudenberg IT? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

„Superpower“ klingt „super“, ist aber nur ein weiteres Buzzword. Genau darauf haben unsere Kunde  aus dem gehobenen Mittelstand keine Lust mehr, denn viele „visionäre Nebelkerzen“ der letzten Jahre haben letztlich mehr Irritationen als Resultate in den Unternehmen produziert. Wir begleiten unsere Kunden stattdessen sehr eng und mit klaren Zielvorstellungen durch die Digitalisierung. Unsere Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen SAP/HANA, Cloud, Application Management Services, IoT sowie Digital Workspace. Unsere wichtigsten Partner sind heute SAP und Microsoft.
Beim Thema Cloud sind wir beispielsweise – durch unsere globale Abdeckung sowie durch die weltweite Nähe zu unseren Kunden im gehobenen Mittelstand – seit vielen Jahren gesetzter Partner. Zum einen weil wir, als Teil der Freudenberg Gruppe, unsere eigenen Wurzeln in diesem Bereich haben und zusammen mit vielen unserer Kunden gewachsen sind. Zum anderen, weil unser Lösungsangebot immer sehr beweglich und vorausschauend, entsprechend der Anforderungen des Marktes, weiterentwickelt wurde. Hybride Lösungen individuell auf den Kunden zugeschnitten – das ist es, was heute gefragt ist. Dann klappt es auch mit der „Superpower“…

Verrätst Du uns ein digitales “Best Practice“ Deiner Firma, wo ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Unser heutiges IoT Angebot, das uns zu einem echten Navigator in diesem Bereich macht, ist definitiv eine digitale „Best Practice“. Gestartet sind wir mit einem so genannten IoT Scan, bei dem Kunden gemeinsam mit unseren Consultants eine fundierte Situationsanalyse bezüglich ihres individuellen IoT Reifegrades durchgeführt haben. Darauf aufbauend werden konkrete (realistische) IoT Ziele definiert sowie eine passende Umsetzungs-Roadmap erstellt. Für die technologische Realisierung bieten wir heute durchgehende IoT Services – vom Erfassen und Zusammenführen heterogener Datenmassen bis hin zu Big Data Analytics. Unsere Services können A-Z für unsere Kunden realisiert werden. Je nach digitalem Reifegrad lassen sich aber auch nur Teilservices nutzen. Damit entsprechen wir dem sehr unterschiedlichen IoT Entwicklungsstadien, in denen sich insbesondere mittelständische Fertigungsunternehmen derzeit befinden.

Und welches „Best Practice“ aus der Netzwirtschaft insgesamt hat Dich besonders fasziniert – und warum?

Als Marketing-Mensch faszinieren mich die digitalen Möglichkeiten, mit denen wir die Customer Journey heute immer exakter begleiten und bedienen können. Davon profitieren heute auch unsere Interessenten, denn wir liefern Content und Gesprächsgrundlagen, die für den Einzelnen wirklich von Interesse sind.

Wenn Du Dir Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein? Und welche Rolle spielt die Digitalisierung für euer Unternehmen?

Die Digitalisierung ist Triebfeder und Selbstverpflichtung zugleich. Wir gehen bei uns extrem begeistert mit diesen Themen um. Auch weil wir gelernt haben, dass die stete Auseinandersetzung mit dem „Neuen“ sich absolut lohnt. In Zukunft werden sich noch mehr Menschen – auch fern „klassischer“ IT Bereiche – intensiver mit Daten beschäftigen. Und insbesondere mit dem, was sich aus immer mehr Daten und deren „ungeahnten“ Zusammenhängen herauslesen lässt.

Wenn sich Deine Firma ein eigenes Startup wünschen dürfte, was würde dieses Startup tun?

Ich denke wir sind exzellent aufgestellt. Ein Startup oder besser Lab, in dem Branchen- und Data Science Expertise gezielt und mit Blick auf zukünftige Entwicklungen zusammengeführt wird, dürfte aber heute für nahezu jedes Unternehmen reizvoll klingen.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für…

…einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin (auch Print), mit dem/der Du Dich zu (digitalen) Themen gerne informierst

http://www.plattform-i40.de/I40/Navigation/Karte/SiteGlobals/Forms/Formulare/EN/map-use-cases-formular.html

…einen Artikel / ein Video / ein Buch, über ein Thema aus der Netzwirtschaft, den / das Du Deinen Kollegen empfiehlst (mit URL)

…ein spannendes Buch, das Dich für Dein Business inspiriert hat

Confessions of an Advertising Man (David Ogilvy) – Wurde in „analogen“ Zeiten geschrieben, aber fast alles gilt heute noch.

…das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

Immer das Tool, das wir für die Herausforderungen von morgen benötigen.

Mit welchem Experten aus der Netzwirtschaft würdest Du am liebsten einmal einen Tag zusammenarbeiten und warum?

Tweetchat mit dem großen Werber David Ogilvy. Seine 140 Zeichen Messages wären für viele Social Media „Experten“ heute sicherlich lehrreich 😉