Interview
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Interview mit Tanja Koschade – Koschade PR

Tanja Koschade Koschade PRWer ist Tanja Koschade? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Ich bin im Jahr 2000 irgendwie in die Kommunikationsbranche gerutscht. Meine Anfänge erlebte ich als Sprecherin von den argonauten, eine der ersten großen Digitalagenturen am Markt. Das war toll bis die Dotcom-Krise kam. Aber ich bin der Branche treu geblieben und gründete Koschade PR. Eine kleine auf die Kommunikations-Branche spezialisierte PR-Agentur in München. Letztes Jahr haben wir 10 Jähriges Jubiläum gefeiert und ich bin glücklich, dass der Job immer noch Spaß macht und ich Familie und Beruf unter einen Hut bringe.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Dem Pferdevirus bin ich seit meinem 12. Lebensjahr verfallen. Diese Tiere üben eine unglaubliche Faszination auf mich aus. Ich habe mich der Dressurreiterei verschrieben und war früher viel auf Turnieren unterwegs. Leider ist das zu zeit- und trainingsintensiv geworden. Aber wann immer ich auf meinem Pferd sitze bin ich total happy. Ohne kann ich nur schwer sein.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Koschade PR ist eine auf die Kommunikationsbranche spezialisierte PR-Agentur. Unsere Kunden sind hauptsächlich Agenturen und Unternehmen der Digitalbranche. Seit über 10 Jahren sind wir erfolgreich am Markt und fest in der Branche etabliert.

Wir beraten unsere Kunden in Sachen Eigen-PR und bieten zum Aufbau und zur nachhaltigen Positionierung ihrer Agenturmarke strategische Kommunikations-Dienstleistungen. Wir sind gut in dem was wir tun, da wir einerseits genau wissen, wie Agenturen ticken und andererseits ein gutes Gespür dafür haben, was Journalisten interessiert. Das wir ein kleines Team sind ist kein Nachteil, viel mehr macht uns das effizient und schnell. Bei uns erledigen keine Praktikanten den Job sondern erfahrene Professionals. Besonderen Wert legen wir auf eine persönliche Betreuung und das zahlt sich aus – viele unserer Auftraggeber sind uns schon jahrelang treu!

Und: Wir sind überzeugt davon, dass man sich kontinuierlich weiterentwickeln muss, um gute PR-Arbeit leisten zu können. Gerade in der schnelllebigen Kommunikationsbranche, in der sich Trends und Technologien in rasantem Tempo ändern.

Apropos Superpower: Verrätst Du uns ein „Best Practice“ Beispiel Deiner Firma, wo ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Wir sind sehr stolz auf unsere Arbeit für eCircle, heute Teradata Applications. Wir haben im Jahr 2004 mit einem Projektetat begonnen und haben den Kunden über die Jahre als einen der führenden Dienstleister im Bereich E-Mail Marketing aufgebaut und auch dem E-Mail Marketing zu mehr Glanz verholfen. 2012 wurde eCircle dann von dem US-Unternehmen Teradata gekauft und unser Vertrag stand auf dem Prüfstand. Unser Kunde war plötzlich Teil eines weltweit operierenden Unternehmens geworden. Aber wir haben es geschafft, mit den neuen Parametern klar zu kommen und mit unseren Ansprechpartnern gut zusammen zu arbeiten. Wir sind immer noch dabei.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein? 

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung gegenüber offen sein, proaktiv  denken und  handeln, um von schnelleren Markteilnehmern nicht verdrängt zu werden. Das betrifft natürlich auch mich und meine Firma. Stehen bleiben geht nicht! Alleine wenn ich mir anschaue, was in der Kommunikationsbranche in einer Dekade passiert. Am meisten hat aus meiner Sicht Social Media die Kommunikation verändert. Zu meinen Anfängen gab es keine Posts, Tweets und Blogs, auch keine iPhones und keine Tablets. Heute undenkbar – und ebenso haben sich die Möglichkeiten, PR zu betreiben, vervielfältigt. Die Herausforderung besteht für uns vor allem darin, unser Netzwerk ständig zu erweitern, Themen und Kanäle intelligent zu verknüpfen.

Was hat Dich bisher am meisten am Internet geärgert, was am meisten gefreut?

Es ist denkbar einfach geworden, über die Kommunikationsmöglichkeiten, die das Internet bietet. Kontakt mit Freunden auf der ganzen Welt zu halten und alltägliches, z.B. auf Facebook, zu teilen. Ich habe so viele Menschen wieder gefunden.

Mich ärgern die vielen dummen Kommentare von Nörglern und Besserwissern. Egal wo – die Leute haben ein extremes Mitteilungsbedürfnis.

Welches „Problem“ (privat oder im Unternehmen) würdest DU gerne von einem Start-up gelöst bekommen?

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