Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Sibylle Becherer – Freie-Bildredakteure.de

Sibylle Becherer Freie-Bildredakteure.de
Foto: frabauke/Frauke Wichmann

Wer ist Sibylle Becherer? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Freie-Bildredakteure.de, was sich hervorragend mit meinem Job als Mutter vereinbaren lässt.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Jeden Tag stelle ich wieder fest: Ich kann gar kein Multitasking.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Wir vermitteln freie Fotoredakteure und Artbuyer an Verlage, Werbeagenturen oder auch mittelständische Unternehmen. Dabei verfolgen wir immer das Ziel, Menschen zusammen zu bringen, die gut und gerne miteinander arbeiten.

Besonders ist wohl, dass wir mit unseren Redakteuren in sehr engem Kontakt stehen und daher gut einschätzen können, wer wohin passt. Bei unseren Arbeitsabläufen achten wir sehr darauf, es so unkompliziert wie möglich für alle Beteiligten zu machen. Das wird sowohl von unseren Kunden als auch von unseren Redakteuren sehr geschätzt.

Wie lebt ihr Digitalisierung in Eurem Unternehmen? In welchem Bereich habt ihr Digitalisierung erfolgreich um- oder eingesetzt?

Digitalisierung findet bei uns nur bis zu einer bestimmten Grenze statt. Dass unsere Redakteure ihr Leistungsspektrum auf unserer Website präsentieren können, ist für einen potentiellen Kunden als Erst-Information sehr wichtig. Aber genauso wichtig ist es dann, bei einer konkreten Anfrage in persönlichen Kontakt zu kommen. Würden wir den Anfrage- und Buchungsprozess ausschließlich digital gestalten, würden unglaublich viele Details verloren gehen und das Ergebnis unserer Arbeit wäre längst nicht mehr so genau. Wir nutzen die digitalen Möglichkeiten, wenn sie Sinn ergeben und Zeit sparen.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein? 

Herausforderung für die Gesellschaft, bzw. den Staat:

Die Grenzenlosigkeit der digitalen Welt benötigt meines Erachtens ein sehr klares Wertesystem, auf dem unser Verhalten in der digitalen Kommunikation basiert. Man vergisst nur allzu leicht, dass es doch immer ein Mensch ist, mit dem man kommuniziert. Wir müssen uns klar machen, dass digitale Kommunikation ein Hilfsmittel ist und kein adäquater Ersatz für persönlichen Kontakt.

Gleichzeitig könnten wir uns viele Zeit sparen, wenn wir die richtigen Prozesse digitalisieren. Mir sind da einige Einrichtungen noch nicht weit genug. Manch einen Behördengang oder umständlichen postalischen Schriftverkehr könnte man sich wirklich sparen.

Und schlussendlich muss ganz dringend mehr für den Datenschutz getan werden. Wenn wir immer mehr persönliche Daten digital verarbeiten, muss einfach sichergestellt werden, dass diese Daten nicht von Dritten abgegriffen werden können.

Was hat Dich bisher am meisten „am Internet“ geärgert, was am meisten gefreut?

Es nervt mich vor Allem, dass es so viele Cracks gibt, die sich die Mühe machen, ständig nach Sicherheitslücken zu schauen und diese auszunutzen. Es gibt so viele tolle Ideen, so viel Nützliches aber man muss leider aufpassen wie ein Luchs.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für… 

einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin, mit dem/der Du Dich zu Fachthemen gerne informierst

Kress.de, dann bin ich immer auf dem Laufenden, was in der Verlagsbranche so los ist.

einen Artikel, der Dich in der letzten Zeit am meisten begeistert hat 

Digitale Adipositas: Die informationelle Fettsucht hat uns fest im Griff

Erschienen auf Kress.de:

http://kress.de/news/detail/beitrag/133507-digitale-adipositas-die-informationelle-fettsucht-hat-uns-fest-im-griff.html

ein spannendes Buch, das Dich inspiriert hat

Zur Zeit lese ich ‚Amandas Suche‘ von Isabell Allende. Ein Mädchen rettet (hoffentlich.. bin ja noch nicht durch) ihre Mutter aus den Fängen eines Serienmörders – mit Hilfe ihrer Freunde aus einem Online-Rollenspiel. Sehr spannend aber auch stellenweise recht witzig.

eine Veranstaltung(-sreihe), auf der Du wirklich etwas dazugelernt hast

Beim Theaterstück „Die Kartoffelsuppe“ Ein kulinarisches Erzähltheater. – Jetzt weiß ich, wie Kartoffelsuppe lecker geht!

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

Wunderlist, wenn ich mich organisieren muss. Damit kann ich sehr einfach und übersichtlich ganze Projekte planen.

Mit welchem Experten würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum? 

Da habe ich niemand speziellen im Kopf, weil man ja irgendwie von jedem Menschen lernen kann. Folglich versuche ich lieber, die Gelegenheiten zu nutzen, die sich mir täglich bieten.

Weitere exklusive Interviews aus der Netzwirtschaft gibt es hier.