Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Dietmar Blum – BremerBlum

Dietmar Blum BremerBlumWer ist Dietmar Blum? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Bremer Blum für Menschen und Talente aus der Kommunikation.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Kochen. Aber das ist ja bei einem Kreativen nicht unbedingt ein Spleen. Trotzdem – ich koche leidenschaftlich gerne, am liebsten aus dem Bauch für den Bauch. Intuitiv und verschwenderisch, aber niemals nach Kochbuch oder Rezepten. Das schmeckt man eben dann auch – je nach dem. Ach ja, und verrückt bin ich auch noch nach meinem braunen Labbi.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Wir bringen zusammen mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Kommunikations- und Medienlandschaft mit. Jürgen mehr aus dem Finanz- und Mediabereich, ich aus dem Kreativ- und Beratungssektor. Deshalb wissen wir, wie der Markt tickt, wir sprechen dessen Sprache und unser Netzwerk ist einmalig. Wir sind der kleine schnelle Kreuzer, der unprätentiös und mit höchster Vertraulichkeit Talente und Agenturen zusammen bringt. Unprätentiös, und immer ansprechbar. Und wir haben auch ein ökonomisches Gewissen unseren Auftraggebern gegenüber.

Wie lebt ihr Digitalisierung in Eurem Unternehmen? In welchem Bereich habt ihr Digitalisierung erfolgreich um- oder eingesetzt?

Wir sind ja eher ein kleineres Unternehmen, haben aber ein großes Netzwerk, setzen Scouts ein und greifen natürlich auf alle gängigen Social Media Angebote zurück. Und so wie die meisten deutschen Unternehmen hinken auch wir mit der Digitalisierung hinterher. Aber das halten wir aus, denn alles, was wir für unser Business brauchen, passt in einen Laptop, in ein iPhone. Wir setzen dazu eher auf Kopf, Bauch und Herz. Und auf zuhören.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein? 

Herausforderung für die Gesellschaft, bzw. den Staat:

Der Netzausbau mit der Gewissheit, dass jeder Zugang zum Internet hat, ohne Unterschiede seiner sozialen Zugehörigkeit. Eine vorrangige Aufgabe für den Staat. Auch vor der Digitalisierung ist jeder Mensch gleich.

Herausforderung für die Netzwirtschaft in Deutschland / Europa:

Martin Schulz, Präsident des EU-Parlaments, hat es auf den Punkt gebracht: wir brauchen eine Internet-Charta. Etwas, das uns eine demokratische Orientierung in den mehr und mehr digitalisierten Lebensbereichen aufzeigt. Ohne dass die Vorteile der neuen Technologien verloren gehen.

Herausforderung für unseren Markt:

Fachkräfte auszubilden.

Herausforderung für unsere Firma:

Fachkräfte identifizieren.

Was hat Dich bisher am meisten „am Internet“ geärgert, was am meisten gefreut?

Das Internet zensiert sich leider nicht selbst – Beschimpfungen, Hasstiraden, Bösartigkeiten, Beleidigungen, Hetze müssen bestraft werden. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Das Gute am Internet ist die ungeheure Informationsflut, die Wissen und Denken fördert und fordert.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für…

einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin, mit dem/der Du Dich zu Fachthemen gerne informierst

Ich bin ein Fan von Brand eins, das immer wieder mit überraschenden Themen neugierig macht.

einen Artikel, der Dich in der letzten Zeit am meisten begeistert hat 

Ein Artikel in Brand eins mit dem Schwerpunkt Neuer Pragmatismus in der Architektur. Kerngedanke: Weniger ist mehr. Minimalismus – aber keine Monotonie.

ein spannendes Buch, das Dich inspiriert hat

Aus meiner aktiven Werberzeit hüte ich noch mein liebstes Buch, etwas zerfleddert und leicht speckig schon – aber mit wunderbarem Inhalt: „Ist die Werbung noch zu retten?“ Von Howard Luck Gossage. Ein begnadeter Kreativer aus den 60 er Jahren und das Vorbild vieler Texter-Kollegen. Immer wieder amüsant zu lesen und sehr erfrischend in unserer digitalisierten Zeit.

eine Veranstaltung(-sreihe), auf der Du wirklich etwas dazugelernt hast 

www.zukunft-personal.de um den Face-to-Face Kontakt mit den Kollegen nicht zu vernachlässigen. Aber eigentlich mag ich keine Messen.

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

E-Mail, iphone, Internet. Das ist mein Büro, das ich immer dabei habe. Und – wie gesagt – zuhören.

Mit welchem Experten würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum?

Luis Buñuel, einer der bedeutendsten Regisseure des letzten Jahrhunderts, hat mal den treffenden Satz gesagt: „Age is something that doesn’t matter, unless you are a cheese.“ Gerne würde ich mich mit ihm über die Befindlichkeit der Menschen im Alter unterhalten.

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