Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Hans Obermeier – Schuler

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Wer ist Hans Obermeier? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Verantwortlich für die externe Kommunikation des Schuler-Konzerns mit Sitz in Göppingen. Gelernter Volkswirt, Journalist und Unternehmenskommunikator.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Sie meinen außer Eintracht Frankfurt?

Elevator Pitch! Was macht Schuler?? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Schuler ist internationaler Marktführer in der Umformtechnik. Wir bauen Maschinen und Anlagen, auf denen unsere Kunden alles von Karosserieteilen für Fahrzeuge über Eisenbahnräder bis hin zu den Geldmünzen in Ihrer Tasche pressen und prägen.

Verrätst Du uns ein digitales “Best Practice“ Deiner Firma, wo ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Anlagenbau und Digitalisierung – gehört das überhaupt zusammen? Mit Sicherheit ja! Digitalisierung und die Vernetzung von Produzenten und Kunden sind sogar die zentralen Zukunftsthemen unserer Industrie. Schuler versorgt beispielsweise Automobilhersteller heute schon mit Simulationssoftware und Tools zum Datenaustausch, die den Zeit- und Energieaufwand für langwierige Testläufe bei Aufbau und Einrichtung von Großpressen auf ein Minimum reduzieren.

Und welches „Best Practice“ aus der Netzwirtschaft insgesamt hat Dich besonders fasziniert – und warum?

Als Privatanwender: Mobilitäts-Applikationen wie die von Uber oder Lyft, weil sie mich, da wo verfügbar, schneller, transparenter und billiger von A nach B bringen, eine Art rollendes Blockchain-System bilden und für mehr Wettbewerb sorgen.

Wenn Du Dir Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein? Und welche Rolle spielt die Digitalisierung für euer Unternehmen?

Die digitale Transformation verläuft im Maschinen- und Anlagenbau zwar schrittweise und nicht in epochalen Sprüngen. Sie stellt trotzdem eine jener disruptiven technologischen Entwicklungen dar, die in unserer Industrie Geschäftsmodelle, Kundenbeziehungen sowie interne Unternehmensstrukturen nachhaltig verändern werden. Unternehmen, die diesen Transformationsdruck nicht aktiv gestalten, laufen auf Sicht der nächsten fünf bis zehn Jahre Gefahr zu scheitern. Digitalisierung ist deshalb eine strategische Herausforderung, die das Top-Management in seiner ganzen Breite annehmen muss.

Wenn sich Deine Firma ein eigenes Startup wünschen dürfte, was würde dieses Startup tun?

Tonnenschwere Pressen virtuell zum Kunden transportieren, ohne auf marode Brücken oder verstopfte Autobahnen angewiesen zu sein.

Mit welchem Experten aus der Netzwirtschaft würdest Du am liebsten einmal einen Tag zusammenarbeiten und warum?

Mit dem Kollegen, der den Twitter-Account von US-Präsident Trump eingerichtet hat und betreut.

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