Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Felix Fischer – admoderate.de


felix_fischer_netzwirtschaftWer ist Felix Fischer? Bitte stell Dich doch mal kurz vor. Und damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch ein kleines persönliches Geheimnis von Dir.

Ich bin 28 Jahre alt und in Thüringen geboren sowie aufgewachsen. Nach der Schule habe ich in Ilmenau, nähe Erfurt,  meinen Master-Abschluss in Medien & Kommunikationswissenschaft gemacht. Im Laufe des Studiums und vor allem nach diversen praktischen Erfahrungen bei und in Zusammenarbeit mit kleinen und internationalen Unternehmen hat sich in mir der Wunsch herausgebildet, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Ich wollte die Dinge so umsetzen, wie ich es wollte und nicht von festen Strukturen ausgebremst werden. Dann hat sich mir die Möglichkeit geboten mit David, einem früheren Schulfreund und studiertem Designer, eine Agentur zu gründen. Da habe ich nicht lange überlegt und bereue es bis heute nicht. Ich bin konservativ aber risikofreudig. Ich probiere gerne Neues aus und hasse Stillstand. Privat bin ich absolut fussballverrückt. Ich schaue viele Spiele, bin selbst im Verein und zocke regelmäßig am PC. Was meiner Freundin manchmal zu viel wird.

Mein Geheimtipp für alle Thüringer: das kleine französische Restaurant Mathilda in Erfurt. Ich habe noch nirgendwo besser gegessen.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr besser, was ist Euer USP?

www.admoderate.de) mit der Hauptausrichtung auf digitale Medien. In etwa zwei Drittel unseres Umsatzes machen wir mit der Konzeption, Gestaltung und Umsetzung von Unternehmenswebsites, Onlineshops und Webspecials.

Mit wachsendem Kundenstamm nehmen gleichermaßen auch die Aufgaben im klassischen Agenturbereich zu – wir kreieren Printmedien, konzipieren kundenindividuelle Werbekampagnen und produzieren Bewegtbilder.

Viele unserer Kunden begleiten wir von Beginn an und 360 Grad. Wir wachsen mit ihnen, können uns daher optimal auf sie einstellen und sie ganzheitlich betreuen.

Ein weiterer und eindeutiger USP ist unser Qualitätsanspruch. Wir orientieren unser Qualitätsniveau stets an den überregionalen und namhaften Agenturen.

Was ist Eure interne “Secret Sauce”?

Wir können uns gut in unsere Kunden und ihre Zielgruppen hineinversetzen. Wir legen viel Wert auf eine gründliche und detaillierte Konzeption, userorientiertes Design und eine Beratung, die über die klassischen Aufgaben im Bereich Webentwicklung hinausgeht.

Außerdem versuchen wir immer up to date zu sein. Wir testen gerne neue Tools oder Ansätze, um unseren Workflow zu optimieren – was letztendlich unseren Kunden zugutekommt.

Außerdem wollen wir immer ein bisschen mehr an Leistung abliefern als der Kunde von uns verlangt.

Was genau ist Deine Rolle im Unternehmen, wo liegt Deine Expertise und “Superpower”? 

Ich halte der Kreation den Rücken frei. Ich bin hauptsächlich für die Administration, die Akquise und das Projektmanagement verantwortlich. Außerdem bringe ich mich in die Konzeption ein und arbeite eng mit David zusammen.

Ich glaube nicht, dass ich eine Superpower habe. Ich bin sehr ehrgeizig und versuche täglich mein Bestes zu geben, um unsere Firma voran zu bringen.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein?

Herausforderung für die Gesellschaft, bzw. den Staat:

Immer mehr Aufgaben und Berufe werden automatisiert und von Computern übernommen werden. Dadurch werden viele „einfache“ Jobs wegfallen. Das trifft dann vor allem die schlecht qualifizierten Arbeitnehmer. Was wiederum die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander gehen lassen wird.  Ein riesiges gesellschaftliches Problem.

Herausforderung für die Netzwirtschaft in Deutschland / Europa: (Investitionsstau? Zu viel Abhängigkeit von großen digitalen “Monopolisten”?  Zu viel Bürokratie? Bessere Ausbildung von Fachkräften? Zu wenig Übersicht )

Für Europa gilt es, den Spagat zu schaffen zwischen einer professionalisierten und sehr agilen Digital-Wirtschaft, wie in den USA, und unseren – zu Recht – hohen Standards von Datenschutz und sozialen Werten.

Herausforderung für unseren Markt:

Die größte Herausforderung für unseren Markt stellt weiterhin die rasante Entwicklung der Digitalisierung in allen Lebensbereichen dar. Die Vernetzung wird sich zukünftig in jeden noch so kleinen Lebensbereich ausweiten. Daraus resultieren zwar enorme Potenziale für die Personalisierung der Werbung, aber auch zahlreiche Risiken.

Herausforderung für unsere Firma:

Unsere größte Herausforderung ist das organische und nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens. Wir möchten uns personell vergrößern und den Sprung zu einer Agentur mit einer Hand voll Mitarbeitern schaffen. Geeignete Mitarbeiter für unseren Standort zu begeistern wird dabei eine große Herausforderung sein.

Meine Persönliche Herausforderung:

Ich möchte meinem beruflichen und privaten Leben gleichermaßen viel Platz einräumen. Derzeit nimmt die Agenturarbeit noch sehr viel Zeit in Anspruch. Wobei ich Arbeit und Freizeit nicht strikt trennen möchte. Für mich ist es ein fließender Übergang, wenn man Spaß an seiner Arbeit hat. Was bei mir absolut der Fall ist.

Wie sieht Dein “digitales Workout” in der nächsten Zeit aus? In welchen Themenbereichen willst Du Dich oder würdest Dich gerne verbessern? 

Derzeit versuche ich, unsere Workflows effizienter zu gestalten. Ich merke, dass wir hier noch Potenzial verschenken. Wir haben uns vorgenommen, zunächst bei der internen Kommunikation anzufangen und werden demnächst „Slack“ in unsere Workflows einbeziehen.

Außerdem werden wir noch mehr Zeit in die Außendarstellung unseres Unternehmens investieren. Was mit diesem Interview schon ein erster Anfang ist. Wir möchten verstärkt unsere eigene PR und Online Werbung ausbauen.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für… 

einen Blog, auf dem Du Dich zu Fachthemen gerne informierst (deutsch oder Englisch)

t3n.de sowie die Printausgabe – Hammer! Die perfekte Lektüre für alle Webworker, Startups und Digital Natives. Sämtliche Themen treffen exakt meine beruflichen Interessen. Ich sauge täglich alles auf, was die Hannoveraner an den Start bringen.

einen Artikel, der Dich in der letzten Zeit am meisten begeistert hat (mit URL)

http://t3n.de/news/freelancer-entwickler-honorar-608095/

ein spannendes Buch, das Dich für Dein Business inspiriert hat (das nicht unbedingt ein Business Buch sein muss)

Der Klassiker: Günter Faltin: Kopf schlägt Kapital – Das Buch hat mir die Augen dafür geöffnet, was im Business wichtig ist: Besinne dich auf deine Stärken.

eine Veranstaltung(-sreihe), auf der Du wirklich etwas dazugelernt hast (und was, bzw. von wem)

Da gab es bisher keine Veranstaltung. Am meisten habe ich immer in der Praxis gelernt. Nichts geht über Erfahrung.

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

Trello – Muss man sich Trello wie ein großes digitales Whiteboard vorstellen. Damit manage ich nicht nur das Tagesgeschäft, sondern auch sämtliche internen und externen Projekte sowie mein privates Leben. Super einfach und übersichtlich. Zudem gut geeignet für Teamarbeit.

Mit welchem Experten aus Deinem Fachgebiet würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum? 

Mit Jahn Böhmermann. Weil er ein Querdenker ist, einen super Musikgeschmack besitzt und ich garantiert viel zu lachen hätte.