Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Christo Papanouskas – Assassin Design

Christo Papanouskas Assassin DesignWer ist Christo Papanouskas? Bitte stell Dich doch mal kurz vor. Und damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch ein kleines persönliches Geheimnis von Dir.

Assassin Design, einer Ideenschmiede für Werbung und Kommunikation in Hamburg. Zudem bin ich Screendesigner, Kommunikationsdesigner, Assassine und waschechter Hamburger. Mein Hund darf in meinem Bett schlafen. Ich bin dagegen machtlos und habe auch nicht versucht, es zu ändern: Er ist einfach zu weich und zu warm.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr besser, was ist Euer USP?

Wir haben unseren USP in unserem Firmennamen festgehalten: Wir sind diejenigen, die kreative Arbeit schnell und präzise erledigen, wir sind ein Team – eine Bruderschaft, wenn man will –, bei dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. So arbeiten wir nicht nur als Spezialisten, sondern können Konzepte, Ideen und natürlich auch deren Umsetzungen aus verschiedensten Perspektiven weiterspinnen, um sie dann gezielt in Angriff nehmen zu können. Wir sind davon überzeugt, dass so eine Art der Arbeit nicht nur uns als Team Spaß macht, sondern dass auch unsere Kunden mit einem guten Gefühl den Prozess zu einem präzise gefertigten Produkt begleiten können.Wir beraten und betreuen unsere Kunden in den Bereichen Strategie, Emotionale und Strategische Positionierung, Corporate Identity, Corporate Design, SEO, Marketing, Social Media-Kommunikation und Ideas Factory.

Was ist Eure interne “Secret Sauce”?

Unser Ideenserum ist einfach: Wir sind alle sehr unterschiedliche Menschen, die es lieben, herumzuspinnen und gemeinsam zu experimentieren. Wir haben Spaß daran, nicht nur als Spezialisten des jeweils eigenen Faches zu agieren, sondern in unserer Arbeit den jeweils eigenen und gemeinsamen Horizont von Fähigkeiten und Wissen zu erweitern. Für uns ist es wichtig, dass wir auf Augenhöhe agieren bzw. dass bei Entscheidungen die Kompetenzen abgewogen werden, jedoch nie „über die Leiche“ eines unserer Teammitglieder. Das schafft für uns die perfekte Atmosphäre für kreatives Feuer!

Was genau ist Deine Rolle im Unternehmen, wo liegt Deine Expertise und “Superpower”?

Ich sehe meine Rolle als gestalterischer Kopf, detailverliebter Nervenzwerg, Ansprechpartner für Kunden und Mitarbeiter und Teambauer. Der letzte Punkt ist besonders wichtig, weswegen ich auch darin meine Superpower sehe. Bei jedem neuen Auftrag bildet sich jedes Mal auch ein neues Team bestehend aus Kunden und Mitarbeitern. Da muss man erst mal viel Arbeit und Zeit investieren, um aus diesem losen Geflecht ein Team zu schaffen, denn nur so beugt man Kommunikationsschwierigkeiten und Verzögerungen vor. Falls dann doch etwas schief geht und das Team nicht selber weiter kommt, muss man hin und ein wenig die Zahnräder schmieren und Hindernisse beiseite räumen.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein?

Herausforderung für die Gesellschaft, bzw. den Staat:

Für den Staat wird in den kommenden Jahren die Herausforderung darin bestehen, digitales Vertrauen zu schaffen und das Internet wieder zu der freien Landschaft zu machen, die sie sein sollte und trotzdem der Gesellschaft etwas mehr Sicherheit zu bieten.

Herausforderung für die Netzwirtschaft in Deutschland / Europa:

Hier sehe ich die Herausforderung darin, mutige und innovative Firmenkonzepte zu finden und zu stärken. Nur so kann man eine gesunde Netzwirtschaft etablieren und im internationalen Markt bestand haben.

Herausforderung für unseren Markt:

Der Geschwindigkeit von Vernetzung, Automatisierung und Datenverfügbarkeit nicht zum Opfer zu fallen. Man muss mit der Zeit gehen, darf aber dabei nicht seine Werte vergessen.

Herausforderung für unsere Firma:

Dem Team geschützte Räume für ihre kreative Entfaltung zu geben, wo Profit und Geschwindigkeit der Außenwelt keine Rolle spielen. Denn nur so kann man neue Wege finden: indem man eben nicht nach ihnen sucht, sondern über sie stolpert.

Meine Persönliche Herausforderung:

Nicht versuchen, auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen. Es schwirren ständig 1000 interessante und skurrile Ideen durch meinen Kopf und ich will mindestens 500 davon umsetzen. Am besten sofort und im vollen Umfang.

Wie sieht Dein “digitales Workout” in der nächsten Zeit aus? In welchen Themenbereichen willst Du Dich oder würdest Dich gerne verbessern?

Ich möchte mich in den Bereich des 3D-Drucks begeben und erst wieder herauskommen, wenn wir so weit sind alle Kundenwünsche auch in den 3-Dimensionalen und somit realen Raum zu bringen. Darin sehe ich eine weitere Möglichkeit emotionale Markenbindung zu schaffen.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für…

einen Blog, auf dem Du Dich zu Fachthemen gerne informierst

http://designyoutrust.com/ Beide Seiten bieten einen wichtigen Überblick. Die einen über die Agenturwelt, die anderen über die Designwelt.

einen Artikel, der Dich in der letzten Zeit am meisten begeistert hat

“Über schlaue Männer, die mogeln” – von Harald Martenstein, erschienen im Zeitmagazin

ein spannendes Buch, das Dich für Dein Business inspiriert hat

Dave Eggers. Eine Zukunftsvision davon, wo Social Media uns noch hinführen kann.

eine Veranstaltung(-sreihe), auf der Du wirklich etwas dazugelernt hast

12min.me – Ein sehr interessantes Meetup-Konzept

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

Google Analytics & unsere recht große Designbibliothek

Mit welchem Experten aus Deinem Fachgebiet aus Deutschland würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum?

Dr. Cordula Krüger – Ich hatte zwar schon das zweifelhafte Vergnügen gehabt, Frau Dr. Krüger kennen zu lernen, doch ich würde mich sehr gerne mit ihr einen Tag zusammensetzen und über die emotionale Zukunft von Marken zu sprechen.