Interview mit Carsten Meyer-Heder – team neusta

Wer ist Carsten Meyer-Heder? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Ich bin Inhaber der Firmengruppe team neusta aus Bremen. Nächstes Jahr ist es 25 Jahre her, dass ich das Unternehmen als Ein-Mann-Bude gegründet habe. Mittlerweile beschäftigen wir fast 1.000 Mitarbeiter an diversen Standorten in Deutschland. Im vergangenen Jahr realisierten wir gemeinsam einen Umsatz von 133 Millionen Euro.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Spleen ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber ich mag es, wenn nicht alles in klaren Bahnen verläuft. Wir müssen in unseren Projekten agil handeln – so sind wir gestartet und das lebe ich bis heute. Als Beispiel: Zwar bin ich aus technischer Sicht nicht mehr so sehr im Detail verankert, wie noch zu meiner Zeit als Programmierer. Aber ich stelle meinen Projektteams immer noch grundlegende Fragen zur scheinbar unpassenden Zeit. Das sorgt für Lebendigkeit.

Elevator Pitch! Was macht team neusta? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Unsere Superpower – wenn man es so nennen möchte – liegt ganz klar in unserer Handlungsschnelligkeit. Innerhalb der Gruppe können wir im Zusammenspiel der einzelnen Tochterfirmen ohne viele Umwege hochwertige Lösungen schaffen. Dazu kommt, dass wir seit jeher eine Kultur flacher Hierarchien leben. Ich bin der Überzeugung, dass Menschen besser arbeiten und mehr Spaß empfinden, wenn sie selbst verantwortlich sind.

Apropos Superpower: Verrätst Du uns ein „Best Practice“ Deiner Firma, wo ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Die Frage ist leicht zu beantworten. Seit Firmengründung setzen wir Projekte für und gemeinsam mit dem Tourismuskonzern TUI um. Softwareentwicklung hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Prozesse sind fließend und aktuelle Entwicklungen beim Kunden müssen einbezogen werden. Das setzt vor allem das Zutrauen in uns als Dienstleister voraus. Wir denken mit und beraten prozessorientiert. Dieses gewachsene Vertrauen ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in all unseren Projekten.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein?

Aus meiner Sicht wird sich der Markt in den nächsten Jahren weiter konsolidieren. Die Übernahme von Sinner Schrader durch Accenture vor wenigen Wochen ist da nur ein Beispiel von vielen. Wir müssen es schaffen weiterhin unseren starken Wachstumskurs beizubehalten, ohne dabei unsere Werte aus den Augen zu verlieren.

Anmerkung der Redaktion: Wie Dax-Unternehmen digitalisieren können, liest du in unserem Journal „Dax Digital“, das es hier kostenlos gibt: Zum Journal „Dax Digital“.

Was hat Dich bisher am meisten „am Internet“ geärgert, was am meisten gefreut?

Am meisten geärgert hat mich, dass wir recht spät auf den Zug aufgesprungen sind. Erfreulich wiederum ist die Tatsache, dass wir es dann doch noch geschafft haben und heute erfolgreich Webprojekte umsetzen.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für…

…einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin (auch Print), mit dem/der Du Dich zu Fachthemen gerne informierst

www.trusted-blogs.com

…einen Artikel / ein Video / …, den / das Du Deinen Kunden empfiehlst

Privat bin ich großer Fan der Serie Game of Thrones.

…ein spannendes Buch, das Dich für Dein Business inspiriert hat

Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann

…das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

Mit einem Augenzwinkern: Unser Intranet. Es basiert auf einem Programm, dass ich vor vielen Jahren einmal programmiert habe.

Von welchem Experten aus Deinem Fachgebiet hast Du bisher am meisten gelernt? Und was war das?

Ich habe einen Mentor an meiner Seite, mit dem ich mich seit Jahren eng austausche. Von ihm habe ich viel gelernt und verdanke ihm eine Menge.