Interview
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Interview mit Marcel Klenk – KLENK | Werbeagentur e. K.

Marcel Klenk KLENK | Werbeagentur e. K.Wer ist Marcel Klenk? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Jahrgang 1971. Quereinsteiger. Seit 1998 in der Werbung. Gelernter Grafiker, dann 4 Jahre „harte Schule” bei Bernd Kreutz (Kreutz und Partner Werbeagentur). Hier habe ich strukturiertes Denken und Arbeiten gelernt. Für Kunden wie EnBW, Yello Strom, Erco, etc. Seit 2002 selbständig. Zunächst als Freelancer, seit 2014 Inhaber der
KLENK Werbeagentur e. K. Wir arbeiten für mittelständige Kunden, unter anderem Uniklinik Aachen, QIAGEN GmbH und SCA Graphic Paper Deutschland GmbH.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Ich werfe gerne weg. Ich hasse es, mich zuzumüllen. Zu voreilig, sagt meine Frau und manchmal auch mein Steuerberater.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Wir entwickeln Kommunikations-Ideen. Jede Botschaft sollte klar und übersichtlich strukturiert sowie unmissverständlich und schnell zu erfassen sein. Deswegen beschäftigen wir uns zuerst mit der Entwicklung von Kommunikations-Ideen. Ist eine solche Idee klar, folgt daraus die Gestaltung fast wie von selbst.

Apropos Superpower: Verrätst Du uns ein „Best Practice“ Beispiel Deiner Firma, wo ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Für die Uniklinik Aachen haben wir eine Recruiting-Kampagne entwickelt und realisiert, wie sie für die Branche und das Umfeld bisher einzigartig ist. Die Uniklinik Aachen leidet, wie viele Kliniken und Krankenhäuser, unter dem akuten Mangel an Pflegefachpersonal. Unsere Kampagne warb erstmals im öffentlichen Raum (City-Lights, Buswerbung, Kinowerbung) für die Klinik als Arbeitgeber und forderte zur Bewerbung auf. Es gelang uns, mit nur einer Kampagne 4 positive Effekte zu erzielen:

1. Imagebildung für die Uniklinik Aachen
2. Aufmerksamkeit für die Uniklinik Aachen als Arbeitgeber
3. Aufmerksamkeit, Reputation und Sympathie für den Beruf KrankenpflegerIn
4. Steigerung der Bewerbungen im Pflegebereich um 10 – 15%.

Die Lage, besonders im OP-Bereich, hat sich deutlich entspannt. Hier konnten bis heute 8 OP-Säle mehr in Betrieb genommen werden.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein? 

Herausforderung für die Gesellschaft, bzw. den Staat:

Wir dürfen uns nicht von den USA abhängen lassen.

Herausforderung für die Netzwirtschaft in Deutschland / Europa:

Wir brauchen Mut und Investitionslust, um echte, neue Ideen und Geschäftsmodelle zu entwickeln und nicht (wie bisher) erfolgreiche amerikanische Geschäftsideen mit Me-Too-Varianten nachzuahmen.

Herausforderung für unsere Firma:

Die technische Entwicklung im Online/digitalen Bereich ist so rasant, dass die größte Herausforderung darin besteht, am Puls der Zeit zu bleiben. Sowohl vom Kopf als auch technologisch.

Was hat Dich bisher am meisten „am Internet“ geärgert?

Die Erfindung der Kommentar-Funktion. Es gibt viel dummes Zeug im Internet und nur die Tatsache, dass es „veröffentlicht” ist, macht es nicht besser. Aber viel schlimmer sind in den meisten Fällen die Kommentare. Da gruselt es mich regelmäßig.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für… 

einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin (auch Print), mit dem/der Du Dich zu Fachthemen gerne informierst

fontblog.de

Fundiertes Wissen rund um Schrift und Gestaltung. Immer interessant. Von Fachleuten gemacht.

ein spannendes Buch, das Dich inspiriert hat

George Lois – Verdammt gute Tipps (für Leute mit Talent)

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit 

Wie wahrscheinlich die meisten: Adobe Creative Cloud

Mit welchem Experten würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum?

https://de.wikipedia.org/wiki/Otl_Aicher) gelernt. Das Grundlegendste, was ich erkannt und mir zu eigen gemacht habe, ist, konzeptionell und strukturiert zu denken. Gedanken und Ideen klar und präzise zu formulieren und aufzuschreiben. Das ist wichtig! Als eine Art Selbstkontrolle. Erst beim Aufschreiben merkt man, ob die Gedanken wirr oder tatsächlich klar und nachvollziehbar sind. Wenn man für die Erklärung einer Idee mehr als ein DIN-A4-Blatt braucht, stimmt etwas nicht.

Ich würde gerne Erik Spiekermann kennen lernen und ihm einen Tag über die Schulter schauen. Er ist ein echter Könner in seinem Gebiet und sehr umtriebig. Mich interessiert seine Arbeitsweise und sein Tagesablauf.

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