Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Dr. Frank Buckler – success-drivers.de

Dr. Frank Buckler success-drivers.deWer ist Frank Buckler? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

www.success-drivers.de ) und half seitdem zahlreichen Kunden, die Haupttreiber ihrer geschäftlichen Erfolge aufzuspüren.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Privat schneide ich gern Videos. Mit meiner Drohne wird vieles aus der Luft begleitet. Auch im Bereich Video ist es spannend, zu erkennen, wie verborgen die wahren Erfolgsfaktoren für das Gefallen eines Films sind. Neben aufregenden (Luft)-Perspektiven ist es vorallem die Musik, die einen guten Film zu einem fantastischen macht. Das ist kaum jemanden bewusst, obwohl wir alle schon hunderte gesehen haben. Ein Beispiel mehr, dass die Ursachen für Erfolg allgemein nicht offensichtlich sind – selbst wenn die Datenlage klar ist.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

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www.success-drivers.de/move). Hierbei sind wir mit minimaler Manpower am Wert. Statt Kampf gegen die Belegschaft generieren in kürzester Zeit Gruppenkonsenz und Umsetzungswillen. Die Folge ist, dass das Unternehmen selbst tätig wird. Erstaunliche Resultate in der Bilanz in nur 6-12 Monaten sind regelmäßig die Folge!

Apropos Superpower: Verrätst Du uns ein „Best Practice“ Beispiel Deiner Firma, wo ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Ein Lotto-Unternehmen schrumpfte seit Jahrzehnten. Vor allem Ältere waren Kunden. Bei Jackpots schnellten die Verkäufe in die Höhe. Die Konsequente Marketingstrategie: Alte Leute adressieren und Jackpots bewerben. Wie sich herausstellen sollte, eine masochistische Strategie, die die eigentliche Ursache des Niedergangs war. Durch das Identifizieren der verdeckten Erfolgstreiber durch die NEUSREL-Treiberanalyse zeigten wir, dass Lotto nicht ein Produkt für Zocker, sondern eher vergleichbar mit einer Sonntagszeitung ist. Es ist ein Unterhaltungsprodukt, dessen Kauf habitualisiert werden muss. Man macht es einfach immer beim Wochenendeinkauf. Das Unternehmen stellte die Werbung auf das Gewinnen von Stammkunden um und adressierte mit diversen Instrumenten das Ritualisieren des Konsums. Die Folge – steigende Verkaufszahlen nach Jahrzehnten.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein? 

Herausforderung für die Gesellschaft, bzw. den Staat:

Die Netzwirtschaft liefert eine nie dagewesenen Datenlage – sowohl Big-Data als auch die Einfachheit von Online und mobilen Umfrage lieferen ideale Voraussetzungen, darin verdeckte Erfolgsfaktoren zu finden, Auch die Gesellschaft und der Staat müssen lernen, Entscheidungen auf Basis einer valideren Erfolgsfaktorenanalyse zu treffen. Der Nutzen käme allen zu gute.

Herausforderung für die Netzwirtschaft in Deutschland / Europa:

Wir machen einen großen Teil unseres Umsatzes in den USA. Aus unserer Erfahrung haben Europa und Deutschland einen großen kulturellen Wettbewerbsnachteil: Wir sind zu wenig aufgeschlossen gegenüber neuen, leistungsfähigen Technologien und Innovationen. Die neuen Möglichkeiten, Erfolgsfaktoren zu ermitteln, gehören dazu. Und gerade dieses Wissen entpuppt sich immer mehr als Turbo des Geschäftserfolgs.

Was hat Dich bisher am meisten „am Internet“ geärgert, was am meisten gefreut?

Gefälschte Spam-Emails sind wirklich ärgerlich, gerade wenn sie durch Hacking an die gesamte Kontaktbasis gehen.

Grundsätzlich wäre wohl die Entwicklung unseres Unternehmens ohne das Internet kaum möglich gewesen. Wir sind klare Vorreiter unserer Branchen und bieten Wissensprodukte. Durch das Internet können wir mit geringen Kosten Interessenten via Skype „besuchen“, Kickoff-Workshops, als auch Ergebnispräsentationen online halten. So können wir mit kleiner Mannschaft eine wirklich weltweit ansässige Kundschaft bedienen.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für… 

einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin, mit dem/der Du Dich zu Fachthemen gerne informierst

Leider bin ich da sehr selektiv. Fast alles, was ich kenne, ist zu flach oder tendenziös. Ich vernetze mich lieber mit schlauen Leuten und google mir den Rest zusammen.

einen Artikel, der Dich in der letzten Zeit am meisten begeistert hat 

Das ist schon sehr sehr lange her. Irgendwann hab ich gelernt, man lernt am meisten, wenn man selbst einen Artikel schreibt, ein Buch verfasst, ein Seminar gibt. Das hier ist mein bester aktueller Artikel – also mein Rat ist: „Selber Denken“

http://www.success-drivers.de/admin/blocks/img/uploads/ManagerSeminare-Juni2015-Algorithmen-fuer-Aufgeweckte.pdf

ein spannendes Buch, das Dich inspiriert hat

„Der Hund legt keine Eiger“ oder „Lügen mit Zahlen“ – hier finden Sie tolle Beispiele, wie leicht der statistische Laie mit Zahlen in Irre geleitet wird. Für mich eine Kernkompetenz von guten Managern der Zukunft. Beispielsweise gehen viele Berater beim Thema Kündigerprognosen auf Dummenfang, indem Sie Trefferquote von 80% versprechen. Ist das nun gut? Überlegen Sie. Bei 10% Kündigern kann ich mit der Prognose „keiner kündigt“ eine 90% Güte schaffen. Mit „jeder kündigt“, erwischen Sie 100% Güte unten den Kündigern. Die Zahl selbst sagt überhaupt nichts aus. Sie müssen in einer Businesscase-Rechnung die Kosten eines verlorenen Kunden sowie die Kosten und die Wirkung einer Kündigerpräventionsmaßnahme gegeneinander abwiegen.

eine Veranstaltung(-sreihe), auf der Du wirklich etwas dazugelernt hast

www.success-drivers.de/move  )

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit 

Das ist wohl Skype, Join.me und Co. die es uns ermöglichen, hautnah mit unseren Kunden und Interessenten auf der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben und ihre Bedarfe und Anliegen zu spüren.

Mit welchem Experten würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum? Oder von welchem Experten aus Deinem Fachgebiet hast Du bisher am meisten gelernt? Und was war das?

Thomas Tuchel… Wir haben vor kurzem in das Thema „Erfolgsfaktoren des Fussballs“ reingeschnuppert und sehen hier enorme, noch unbekannte Potentiale, Mannschaften erfolgreicher zu machen. Erste Gespräche mit Bundesligisten zeigen jedoch, dass es noch ein weiter Weg ist. Fussballanalyseexperten schaffen es noch nicht, sich bei den Stars des Spielfeldrands Gehör zu verschafften. Thomas Tuchel scheint hier noch am aufgeschlossensten zu sein. Ein Tag mit ihm würde uns helfen, unsere Pläne und Ideen in die Sprache eines Fußballtrainers und Sportdirektors zu übersetzen.

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