Interview
Das Forschungszentrum

Interview mit Andreas Männicke – eaststock.de

Andreas Männicke eaststock.deWer ist Andreas Männicke? Bitte stell Dich doch mal vor.

Ich bin Geschäftsführer der ESI  East Stock Informationsdienste GmbH, Herausgeber und Chef-Redakteur des Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS, Veranstalter von Investment-Seminaren, Buchautor („Go East, Die Ostbörsen kommen“, Andreas Schmidt Verlag), Referent bei Investmentkongressen und Berater von Fonds und Vermögensverwaltungen. Ich habe auch zwei deutsche Beteiligungsgesellschaften mit gegründet und an die Börse gebracht, die in Osteuropa in Aktien  investierten und Beteiligungen  eingingen. Dort war ich auch jahrelang im Aufsichtsrat.

www.andreas-maennicke.de.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

Nun, viel und gern nach Osteuropa (auch in Krisengebiete wie die Ukraine) zu reisen und viel und gern Sport zu treiben ist wohl kein Spleen, oder? Obwohl mich meine leider schon verstorbene Mutter damals für verrückt erklärte, als ich meine beabsichtigte Promotion abbrach, um gleich nach der Wende im Jahr 1990 mit meinem polnischen Partner Olgierd Bagniewski die ersten Börsenseminare in Polen zu veranstalten. Finanziert hat dies übrigens mittelbar eine Stiftung des Börsengurus George Soros. Die ersten Besuche der Moskauer Börse waren übrigens in der Tat damals nicht ganz ungefährlich, da es  im  „Wilden Osten“ unter Boris Jelzin viele Opfer und Tote im Finanzsektor in Russland gab.

Eher schon dieser Spleen: Trotz der Digitalsierung sammle ich immer noch gerne wichtige und lesenswerte Artikel in gedruckter Papierform, wo ich auch reinmalen und Ausrufungszeichen machen kann. Dadurch wird die Papierflut und die Anzahl der Ordner bei mir eher größer als weniger. Auch kaufe ich lieber Bücher in Papierform und nicht in digitaler Form, weil ich auch dort rein malen und es individuell „auswerten“ kann. Ansonsten lese ich gerne kontroverse Bücher auch von der Gegenseite meiner Meinung, um sie besser verstehen zu können.

Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Die ESI GmbH (ESI East Stock Informationsdienste GmbH, kurz ESI GmbH) analysiert die Anlagemöglichkeiten und Entwicklungen an den Kapitalmärkten  und Börsen in Mittel- und Osteuropa. Wir sind gewissermaßen einer der Pioniere der Entdeckung der Kapitalmärkte in Mittel- und Osteuropa und wir waren  auch beim Aufbau der Warschauer Börse 1991 behilflich. Uns zeichnet aus, dass wir Krisen immer als Chance gesehen haben, aber uns auch auf Krisen rechtzeitig eingestellt haben.

Viele deutsche Beteiligungsgesellschaften mit Osteuropa-Approach haben die hohen Kurschwankungen an den Börsen Osteuropa nicht  ausgehalten und verschwanden gänzlich von der Bildfläche in den letzten 20 Jahren. Unsere Firma überstand aber alle Krisen wie die Asien- und Russlandkrise im Jahr 1998, die Internetblase und Neue Markt-Blase im Jahr 2000, und den Lehman Brothers-Crash im Jahr 2008, was sich damals auch sehr negativ auf die Osteuropa-Börsen auswirkte. Die ESI GmbH  feiert  jetzt in diesem Jahr ihr 20-jähriges Firmenjubiläum auf solider Basis  und es macht  immer noch Spaß und Freude, das bereits sehr gute Netzwerk in Mittel- und Osteuropa auszubauen und immer wieder Neues auch für die Anleger zu entdecken. Dieses über 20-jährige Know how und Erfahrung über die Kapitalmärkte/Börsen in Mittel- und Osteuropa besitzt kaum einer in Deutschland und das macht unsere „Superpower“ aus.

Apropos Superpower: Verrätst Du uns ein „Best Practice“ Beispiel Deiner Firma, wo ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Sehr wichtige Erfolgsfaktoren und Tugenden waren und sind wohl Mut zum Risiko, Fleiß, Geduld, Ausdauer, Kontinuität, Seriosität, Ehrlichkeit und anhaltende Neugierde, um das Unternehmen auch in schwierigen Börsenphasen krisenresistent und erfolgreich zu machen. Zudem pflegen wir auch ganz bewusst eine intensive Kooperationsbereitschaft, um mit anderen Unternehmen Synergien zu fördern. So arbeiten wir auch mit anderen Verlagen, aber auch mit Brokern, Vermögensverwaltungen und Investmenthäusern sowie Banken zusammen.

 Wir haben auch ein sehr gutes Netzwerk in Osteuropa seit 1990 aufgebaut, was uns hilft an verlässliche und seriöse Informationen zu kommen, während die Mainstream-Medien oft sehr einseitig und auch falsch via copy and pace von dpa und Reuters-Meldungen berichten, was mir besonders beim Ukraine/Russland-Konflikt auffiel. Eine Erfolgstory eines Unternehmens ist immer auch eine Erfolgsstory von Menschen und Interaktionen von Menschen, die zu Erfolg führen. Da wir ein Nischenanbieter sind, versuchen wir unser Know in der Nische ständig zu steigern.

Auch hatten wir den Mut, gerade nach Krisen sehr intensiv und aktiv die Märkte zu analysieren und in Muster-Depots Aktien aus Osteuropa zu empfehlen,  die sich hernach mit einer Kursvervielfachung sehr positiv entwickelten. Insofern ist und bleibt unser Motto: „In der Krise liegt die Chance!“

Apropos Superpower: Welches Best Practice Beispiel in Deiner Branche hat Dich besonders fasziniert und warum?

www.daf.fm ) ins Leben gerufen hat, aber auch weitere Standbeine im Broker- und Bankengeschäft aufgebaut hat. Ursprünglich hat er mit dem Börsenbuch-Verlag begonnen, aber mittlerweile ist er einer der großen, bedeutsamen Player im deutschen Börsengeschäft. Chapeau!

Als noch sehr jungen, aber zielstrebigen Kollegen möchte ich Florian Schulz erwähnen, der sich mit seiner Publikation „Emerging Market Trader“ auch auf Emerging Markets spezialisiert hat und dort auch schon als Marktkenner und neuerdings als Fondsmanger einen Namen gemacht hat. Freundschaftliche Beziehungen pflege ich auch mit dem Stellvertretenden Chefredakteur von Taipan bzw. dem Chefredakteur von dem Emerging Markets Radar (Investor-Verlag) Daniel Wilhelmi. Ich schätze auch sehr die Analysen von meinem Hamburger Kollegen Stefan Heibel mit seinem „Heibel Ticker“. Alle Bespiele zeichnen sich durch eine sehr seröse und von vielen Abonnenten geschätzten Marktkenntnis aus.

Auch schätze ich sehr die Vorträge von „Mr. DAX“ Dirk Müller, die sehr volkstümlich sind und daher jeder versteht. Es begeistern sich leider viel zu wenige Jugendliche in Deutschland für Aktien, was ach auch dem deutschen Bildungssytem anlaste. Die geringe Kenntnis über Wirtschaft und Aktien bei Jugendlichen ist oft erschreckend. Wenn überhaupt, dann tummeln sie sich in „Trading-Pools“, um das schnelle Geld zu machen  und verlieren dabei Geld. Hier sind solche Vorträge über die Brennpunkte der Welt wie von Dirk Müller u.a. sehr hilfreich, um die oft unverständlichen Fachbegriffe verständlich und begreifbar zu machen.

 Im Bereich der digitalen News möchte ich meinen sehr geschätzten Kollegen und Buchautor Michael Mross nicht unerwähnt lassen, der mit „MMnews“ wohl eines der erfolgreichsten Wirtschaftsportale in Europa geschaffen hat und wo ich meine Kolumnen auch immer wieder gerne veröffentliche. Mit allen genannten Personen gab und gibt es immer wieder gemeinsame Kooperationsprojekte.

www.tbj-online.de , wobei er sich auf „Image-Filme“ und Video-Botschaften von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Unternehmern konzentriert. Ich wünsche ihm dabei viel Erfolg! Bei der Gelegenheit möchte ich mich hiermit auch bei allen Kollegen bedanken, die mit mir in den letzten 20 Jahren kollegial und freundschaftlich zusammengearbeitet haben. Für mich sind erfolgreiche Kooperationen und Teamarbeit auch ein wichtiger Erfolgsaktor für eine Firma und einem persönlich.

Ganz abgesehen von meiner Finanz-Branche halte ich Wikileaks und Wikepedia für ein Paradebeispiel der sinnvollen Nutzung der Digitalisierung. Wikileaks steht für Enthüllungsjournalismus und Wikepedia ist das globale Wissen, was man selbst einbringen, aber auch nutzen kann. Beide Portale sind für jeden Journalisten mittlerweile unentbehrlich.

Wie lebt ihr Digitalisierung in Eurem Unternehmen? In welchem Bereich habt ihr Digitalisierung erfolgreich um- oder eingesetzt?

Nun, bei der Informationsbeschaffung ist das Internet für Marktbeobachter und Journalisten mittlerweile unersetzlich. Der große Vorteil ist, dass es eine ganze Reihe von Finanzportalen gibt, die sehr gute Analysen liefern, aus denen ich dann wieder schöpfen kann. Zudem bekomme ich über Emails eine ganze Reihe von Analysen von renommierten Investmenthäusern geschickt. Zudem ist die Kommunikation über Email und Skype international sehr einfach, kostengünstig und effizient.

www.andreas-maennicke.de. Das Internationale Feedback  ist erstaunlich gut. Selbst Think Tanks Österreich und der Schweiz sind schon auf mich zugekommen.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein?

Deutschland und ganz Europa steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen, was die Digitalisierung bzw. das Projekt Industrialisierung 4.0 angeht. Da sind uns die Amerikaner weit voraus und wir hinken hinterher. Dies schafft aber auch Abhängigkeiten von den großen US-Unternehmen wie Google, Facebook, Microsoft, Amazon und Apple,  die wesentlich machtvoller und einflussreicher sind als die größten deutschen Industriekonzerne. Datenbesitz ist der neue Machtfaktor No 1, auch global.  Ich würde mir hier mehr internationale Anbieter auch bei der Software wünschen, was auch für die Datensicherheit förderlich wäre.

Die Digitalisierung birgt aber auch viele Gefahren des Marktmissbrauch im Netz in sich, aber auch die kriminelle Energie dürfte im „globalen Dorf“ ansteigen, was wiederum ganze Industriezweige und Branchen verwundbar macht. Datensicherheit und Datenschutz wird daher für den Staat, aber auch einzelne verwundbare Unternehmen (wie Versorger, Atomkraftwerke, Wasserkraftwerke, aber auch Banken, Flugzeuge u.a.) mit die größten Herausforderungen der Zukunft sein. Ich befürchte, dass sowohl Cyber-Kriminalität als auch Cyber-Kriege in Zukunft stark zunehmen werden und dies macht die Welt nicht gerade sicherer und ausbalancierter.

Mit großer Sorge beobachte ich, dass 20 Prozent der Militäretats von Nord-Korea in die „Ausbildung“ und Bezahlung von Hackern geht. Der Auslandsgeheimdienst der CIA hat ein Budget von 15 Mrd. USD im Jahr und damit den größten Etat der Welt. Er beschäftigt über 100.000 Mitarbeiter. Die NSA hat ein Budget von 11 Mrd. USD um Jahr. Die NSA ist der größten Datenfischer der Welt und beschäftigt über 30.000 Mitarbeiter  um andere auch befreundete Politiker und Firmen auszuspähen. Insgesamt geben die USA 52 Mrd. USD für 16 Geheimdienste im Jahr aus. Die CIA und NSA arbeiten schon seit Jahren intensiv daran, in fremde Computer unbemerkt einzubrechen, um an Informationen zu gelangen oder Systeme zu sabotieren, was ein krimineller Akt ist. Der britische Geheimdienst, also „James Bond“ ist hier aber genauso aktiv.

In China und Russland gibt es auch als Gegenwehr ähnliche Vorhaben, was auch Bestandteil des „Kalten Krieges“ ist. Muss das sein und wie kann man sich dagegen effizient wehren? Man denkt auch hier zu viel in Machtblöcken und Weltherrschaft und zu wenig an vertrauensvolle und gegenseitig befruchtende Kooperationen. Das ist nicht nur bedauerlich, sondern gefährlich, weil es – fast unbemerkt – zum Dritten Weltkrieg führen kann, der auch ein digitaler Weltkrieg werden könnte. Selbst die IS-Krieger nutzen das Internet  und Youtube, um weitere Selbstmord-Kandidaten für sich zu gewinnen. Das ist die Kehrseite der Medaille.

Fazit: Wir leben im Zeitalter des Internets und damit der globalen, digitalen Verbindungen. Dies birgt großen Chancen, aber auch große, unkontrollierbare Gefahren in sich.

 Zudem wird durch die Digitalisierung auch die totale Überwachung des Staates, aber auch der Global Player wie Google, Facebook immer leichter. Es wird immer schwerer, eine Privatsphäre im Netz beizubehalten. Durch den Whistleblower Edward Snowden wissen wir, was die NSA schon alles illegal in Deutschland an Überwachung angestellt hat, aber auch, was sie vorhat. Industriespionage wird es jetzt wohl öfters durch angeheuerte Hacker geben. Neben Geheimdiensten werden also auch Hacker immer wieder im Netz auf sich aufmerksam machen. Wohin das führen wird, ist kaum abzuschätzen. Manchmal ist weniger mehr. Wenn man sich gar nicht mehr schützen kann,  heißt es wieder: „back to the roots!“: China und Russland versuchen sich abzuschotten, da sie Google, YouTube und Facebook nur als amerikanische Agenten betrachten. Geheime Botschaften und Papiere werden in Russland wieder mit der Schreibmaschine geschrieben. Unbequeme, regimekritische  Internetseiten werden gesperrt, weil man sich nicht vertraut.

Das Internet ist auch ein Time-Killer, wenn man zum Beispiel die zeitaufwendigen Computer-Spiele übertreibt. Auch die jederzeitige Erreichbarkeit über email und Smartphone im Berufsleben aber auch privat ist ein Stressfaktor, der auch zum Burnout führen kann, Auch hier gilt: Manchmal ist weniger mehr, vor allen in der Freizeit und im Urlaub.

Dennoch oder gerade deswegen: Der Beruf der Zukunft für die Jugend wird wohl „Wirtschaftsinformatiker“ und „Wirtschaftsingenieur“ sein, da hier Know how bei vielen Unternehmen unabdingbar ist. Für diese Studiengänge sollten sich immer mehr Jugendliche mit guten Mathe-Kenntnissen begeistern, da sie viele Möglichkeiten der Zukunftsgestaltung bieten.

Auch wir müssen als Firma und Einzelperson mit der Zeit gehen und die Möglichkeiten des Internets effizient für neue Projekte und Kooperationen, vor allem aber auch zum Marketing nutzen.

Ein großes Problem für alle Mitstreiter ist immer größer werdende  Datenmenge zu bewältigen und die Schnelllebigkeit der Zeit. Für Zeitungsverlage ist das Internet ein Job-Killer, da viele Informationen über das Internet kostenlos erhältlich sind, so dass die Abo-Zahlen gerade bei Jugendlichen stark abnehmen.

Was hat Dich bisher am meisten am Internet geärgert, was am meisten gefreut?

Am meisten ärgert mich im Internet die anonyme Anfeindung und Beleidigung, die oft unter die Gürtellinie geht. Hier müssten von den Betreibern von Portalen Ehren- und Verhaltens-Kodex entwickelt werden, die jeder User  zu beherzigen hat, da er sonst vom Betreiber ausgeschlossen werden kann. Dieser Ausschluss muss dann aber auch umgesetzt werden. Ich bin auch dafür, dass sich jeder mit seinem eigenen Namen bei Portalen anmeldet und eine Zweitanmeldung unter einer anderen Email-Adresse untersagt wird.

Ich ärger mich auch über die Vielzahl der Spams und der Hackerangriffe, was viel Zeit beim Löschen und Beheben der Probleme kostet.

Auch das Phänomen Cyber-Mobbing nimmt bei Jugendlichen zu, worauf man die Jugendlichen auch vorbereitet sein sollte. Das Cyber-Mobbing kann sogar zu Selbstmordversuchen bei unstabilen Persönlichkeiten führen. Es gibt hat immer irgendwo schwarze Schafe, die sollten aber nicht das Netz dominieren. Geärgert habe ich mich auch, dass die Internetverbindungen im Ausland oft nur sehr eingeschränkt möglich sind.

Ich ärgere mich aber auch über einige Jugendliche, die sich mehr mit ihrem Smartphone oder Computer als mit ihren Nachbarn und Freunden vis a vis oder gar der Natur beschäftigen. Direkte Gespräche vis a vis finden immer weniger statt, wenn alles über das Smartphone „abgewickelt“ wird. Man beendet Freundschaften und Lieben einfach durch eine SMS. Dies kann auch unbewusst zur Isolation führen und zu einer Gesellschaft, die wir nicht wollen. Auch hier gilt: „Manchmal ist weniger mehr!“

Es ist wohl sehr schwer, einerseits die Freiheit im Netz beizubehalten, aber auch die Kontrolle bei Missbräuchen zu fördern. Hier ist auch oft die Kriminalpolizei oftmals auch personell überfordert, während die „bösen Hacker“ und Versender von Viren und Trojanern, die enormen wirtschaftlichen Schaden anrichten können,  nicht gefasst werden.

Gefreut habe ich mich, dass die Kommunikation in andere Länder viel einfacher und schneller geworden ist und dass so auch Kontakte wieder intensiviert werden konnten. Gefreut hat mich auch, wie hilfreich das Internet bei der Suche von Analysen und Artikeln in verschieden Sprachen ist. Auch das Marketing der eigenen Firma wird über das Internet zunehmend erleichtert.

Gefreut hat mich auch, dass mein Beruf als Journalist und Blogger von fast jedem Ort der Welt aus machbar ist. Dies macht nur die Digitalisierung möglich. Allerdings braucht man dafür immer gute und schnelle Internetverbindungen, die nicht überall verfügbar sind, wie ich gerade im Urlaub in Portugal erleben dufte.

Welches „Problem“ (privat oder im Unternehmen) würdest DU gerne von einem Start-up gelöst bekommen?

Da ich nun zur älteren Generation zähle, würde ich es begrüßen, wenn es ein Unternehmen gäbe, das sehr kostengünstig gerade der älteren Bevölkerung die Vorteile des Internets und Smartphones erklären und beibringen kann und das auch komplexe Problemlösungen sowie Internet-Marketing  bei kleineren Unternehmen effizient, schnell und kostengünstig angeboten wird. Hier könnte sich auch Studenten von Wirtschaftsinformatikern und Wirtschaftsingenieuren zusammentun und auch Ihre eigenes Marketing organisieren.

Überhaupt würde ich mich freuen, wenn die Junioren, die mit der Digitalisierung aufwachsen, intensiver mit den Senioren zusammenarbeiten, wovon beide generationsübergreifend profitieren könnten.

Auch beim Thema Datensicherheit sollte es mehr einfache und schnelle Problemlösungen und Hilfen für Kleinunternehmen geben.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für…

einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin, mit dem/der Du Dich zu Fachthemen gerne informierst

www.cashkurs.com sind für mich oft eine Bereicherung.

einen Artikel, der Dich in der letzten Zeit am meisten begeistert hat

www.andreas-maennicke.de.

Interessent sind auch die vielen Interviews von Quer-Denken TV wie das Interview von Prof. Vogt mit Prof. Scholl-Latour, was hier  abrufbar ist:

https://www.youtube.com/watch?v=ymd24nvrr8E

ein spannendes Buch, das Dich für Dein Business ins inspiriert hat

Anfangs habe ich alle Bücher von dem Börsen-Altmeister André Kostolany verschlungen, da sie nicht nur lehrreich, sondern auch amüsant geschrieben waren. Später waren dann die Bücher von Graham und Dodds über die Wertpapieranalyse oder von Peter Lynch mit dem Buch „Der Börse einen Schritt voraus“ sehr inspirierend und wegweisend. Ich verstehe mich als Value Investor und ein Vorbild ist hier Waren Buffet, obwohl meine Leidenschaft die sehr volatilen und risikoreichen Börsen in Osteuropa geworden sind, über die ich dann selber ein Buch mit dem Titel „Go east – Die Ostbörsen kommen“ 1993 geschrieben habe. Es war damals die spannende Transformationsphase von Plan- zur Marktwirtschaft, die mich zum Buch motiviert hat.

Ich lese jetzt sehr gerne die Bücher von dem leider verstorbenen Kollegen Peter Scholl-Latour wie „Die Welt aus den Fugen – Betrachtungen zu den Wirren der Gegenwart“ aber auch das Buch von Gabriele Krone-Schmalz „Russland verstehen – Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens“. Interessant für mich als „Russlandexperte“ ist aber auch das Buch von Bill Browder „Red Notice – Wie ich Staatsfeind Nr. 1 wurde“.

James Bonds ist jetzt so aktiv wie noch nie. Es wird jeden Tag ein neuer James Bonds-Film in der Ukraine und in Moskau, aber auch in Deutschland mit der NSA-Überwachung gemacht – nur leider ist das das reale Leben. Die Konflikte werden von Geheimdiensten geschürt, was noch gefährlich für die Zukunft werden könnte. Und auch hier spielt das Internet eine nicht unerhebliche Rolle. Sehr gerne mag ich daher auch die Volksreporter und YouTube-Berichterstatter über die Krisenherde der Welt, denn diese Berichte sind authentisch und informativ, wenn es keine bewussten Fakes sind, wie der Stinkefinger von Varoufakis.

eine Veranstaltung(-sreihe), auf der Du wirklich etwas dazugelernt hast

www.eaststock.de, dort unter Seminare)

Sehr interessant finde ich aber auch die Veranstaltungsreihen vom Handelsblatt wie zuletzt mit Waldimir Klitschko in Hamburg. Auch mentale Stärken führen demnach zum Erfolg, übrigens auch an der Börse.

Eine Bereicherung sind aber auch immer wieder die kompakten und  informativen Vorträge von Dirk Müller zu den Brennpunkten der Welt.

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

www.andreas-amennaicke.de, die Kooperation mit „MMNews“ und mein YouTube-Kanal „EastStockTV“.

Mit welchem Experten würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum?

Viel gelernt habe ich von denen von mir oben erwähnten Kollegen wie Hans Bernecker und Dr. Jens Ehrhardt über die Herangehensweise, die Märkte richtig zu lesen, aber auch von vielen Kollegen, die hier aus Platzgründen ungenannt blieben. Lernen konnte man auch aus einigen der oben genannten Bücher der Investment-Legenden und Börsen-Gurus, obwohl ich persönlich gegen Börsen-Gurus als Vorbilder bin. Jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden und seine eigene Erfahrungen machen, denn „jeder ist seines Glückes Schmied“. Das Prinzip Eigen- und Selbstverantwortung steht bei mir an erster Stelle. Man sollte auch nicht anderen die Schuld für eigenes Fehlverhalten geben.

Was mir bisher noch nicht vergönnt war, ist mit meinem Vorbild Warren Buffet zusammenzukommen. Aber auch einen Tag mit Bill Gates wäre sicherlich eine unvergessliche Bereicherung des Lebens, denn er war mit Microsoft einer der Pioniere im IT-Sektor, dem jetzt viele erfolgreich nacheifern.