Interview
Die Forschungsassistenten

Interview mit Anja Köppel – InsideView – 360º Panoramafotografie

Anja Köppel InsideView 360º PanoramafotografieWer ist Anja Köppel? Bitte stell Dich doch mal kurz vor.

Ich bin Diplom-Fotodesignerin mit Wurzeln im Schwarzwald, habe Kommunikationsdesign in Kiel und später Fotodesign in München studiert und war danach in der Mode- und Werbefotografie tätig. Ich habe ein ausgesprochenes Faible für Ästhetik, „echte“ Materialien und Einrichtungen. Ich glaube, die Umgebung, also die Räume in denen wir uns aufhalten, haben eine starke Wirkung auf Menschen.

Seit ca. zwei Jahren bin ich auf 360º-Fotografie spezialisiert und bin Google-zertifiziert. Diese Art der Fotografie, bei der ich Umgebungen und Räumlichkeiten optimal in Szene setze, ist für mich sehr zufriedenstellend. Die Panoramafotografie eignet sich da am besten für die Darstellung von den Begebenheiten vor Ort und deren Ambiente, denn sie ermöglicht virtuelle Rundgänge im Internet. Der Betrachter hat das Gefühl, mitten im Raum zu sein und kann sich einen realistischen Eindruck von jeder Location machen – sei dies ein Hotelzimmer, ein Restaurant oder eine Arztpraxis.

Damit helfe ich meinen Kunden, die schönsten Aspekte ihrer Räumlichkeiten in Szene zu setzen – und im Ergebnis Ihre Verkaufszahlen oder Buchungen zu steigern. Die Vorschau der virtuellen Rundgänge erscheint automatisch in den Google-Suchergebnissen.

Mein Portfolio versuche ich ständig zu erweitern. Die virtuellen Rundgänge gibt es jetzt auch in Highend-Version, welche mit einer Menüführung kommt, die die Funktionalität und Usability einer Website bietet. Und das alles natürlich in erstklassiger Bildqualität.

Zu den Innensichten kommt jetzt auch die Übersicht: Dank neu erworbener Drohnen-Lizenz biete ich meinen Kunden jetzt auch Luftbildaufnahmen, die auch in den Rundgang eingebaut werden können. Inhouse Business Portraits vervollständigen meinen Rundumservice.

Damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch einen kleinen Spleen von Dir.

„Spleen“ ist vielleicht nicht das richtige Wort dafür: Ich kann als Fußgängerin nicht an einer roten Ampel stehenbleiben, wenn die Straße frei ist. Dass da ein gewisser Vorwärtsdrang in mir steckt sieht man auch an meinem Freizeitverhalten: Gerade habe ich meinen Segelschein auf dem Wannsee gemacht.

Elevator Pitch! Was macht Eure Firma? Und vor allem: was macht ihr am besten, wo liegt Eure Superpower?

Wir fotografieren Räume mit einem Sinn für Ästhetik, einem Blick für Proportionen und einem Gespür für die Seele des Unternehmens. Unsere Kernkompetenz sind virtuelle Rundgänge in Top-Qualität für jede Location und jeden Anspruch – aufgenommen und verarbeitet durchweg mit state-of-the-Art-Technik. Wir legen viel Wert auf eine kundenorientierte, flexible und „atmende“ Servicehaltung: Jedes Shooting wird individuell geplant, wir bieten frei kombinierbare Angebotsmodule und sind an ein Team von Partnern angebunden, das unser visuelles Angebot auf Wunsch jederzeit um weitere Leistungen ergänzt: Video, Audio, Text, Online-Marketing, Programmierung.

Apropos Superpower: Verrätst Du uns ein „Best Practice“ Beispiel Deiner Firma, wo ihr besonders erfolgreich wart? Was waren Deiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren?

Das waren die Bang&Olufsen-Shootings im Sommer dieses Jahres. Es ist natürlich einfacher Fotos auf ästhetisch ansprechende Weise zu inszenieren, wenn die Voraussetzungen vor Ort optimal sind: Wir bilden die Räumlichkeiten ja realitätsgetreu ab, weil der Kunden einen authentischen Eindruck erhalten soll. Und die Raumgestaltung bei Bang&Olufsen ist, wie auch deren Produkte, gut designed und für einen ansprechenden virtuellen Rundgang perfekt geeignet.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, Euren Markt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein? 

Herausforderung für die Gesellschaft, bzw. den Staat:

Wichtig ist es, denke ich, ein Qualitätsbewusstsein zu schulen, sowohl inhaltlich als auch ästhetisch. Die Leute müssen lernen guten Inhalt zu erkennen. Dazu müssen sie unterscheiden können. Nur wer unterscheiden kann, kann gute von schlechten Inhalten trennen.

Herausforderung für unseren Markt:

„Hersteller“ von virtuellem Kontent müssen mehr auf Qualität bedacht sein.

Herausforderung für unsere Firma:

Durchsetzen gegen Billiganbieter. Das machen wir letztendlich mit Fach-Know-how und Serviceleistung. Unsere Überzeugung ist, dass Kreativdienstleistungen nur dann nachhaltig wirken, wenn sie gut sind.

Was hat Dich bisher am meisten am Internet geärgert, was am meisten gefreut?

Unübersichtlich und schlecht gestaltete Webseiten, auf denen man nichts findet.

Die Möglichkeit, sich über beinahe jedes Thema in kürzester Zeit zu informieren.

Welches „Problem“ (privat oder im Unternehmen) würdest DU gerne von einem Start-up gelöst bekommen?

Ich habe Tinnitus. Das Start-up „tinnitracks“ hat eine tolle App entwickelt, die Musik für die Tinnitus-Frequenz optimiert. Durch das Hören dieser Musik wird der Tinnitus gelindert!

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für… 

einen Blog / eine Newsseite / ein Fachmagazin, mit dem/der Du Dich zu Fachthemen gerne informierst

http://germany.dailysecret.com/berlin/de, schaue ich gerne, welche neuen Unternehmen es in Berlin gibt.

einen Artikel, der Dich in der letzten Zeit am meisten begeistert hat 

Im Spiegel gibt es regelmäßig sehr spannende Artikel, die mich begeistern. Ich kann jetzt aber gerade keinen speziellen nennen…

eine Veranstaltung(-sreihe), auf der Du wirklich etwas dazugelernt hast 

Der Business Plan Wettbewerb Berlin Brandenburg

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit

Meine Canon 5D Mark III und Photoshop

Mit welchem Experten würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum?

Mit dem Texter Amir Kassaei, um die Texte und Marketingmaterialien von Inside View zu optimieren.

Weitere exklusive Interviews aus der Netzwirtschaft gibt es hier.