Interview
Die Forschungsassistenten

Interview mit Andreas M. Denk – K&R, Eschborn

Andreas M. Denk K&R, EschbornWer ist Andreas M. Denk? Bitte stell Dich doch mal kurz vor. Und damit wir Dich nicht nur aus beruflichem Blickwinkel kennenlernen, verrate uns doch auch ein kleines persönliches Geheimnis von Dir.

K&R, Eschborn tätig sind. Der Einklang von Kontinuität und Neugierde, ist auch privat das, was mein Leben so lebenswert macht. Im vierzehnten Ehejahr – es kommt immer noch wie zehn Minuten vor – mit zwei wunderbaren Kindern (5 und 7 Jahre) ist auch privat jeder Tag wie ein großes Abenteuer und trotz aller Struktur immer wieder überraschend, so herrlich wenig planbar!

Wo liegt Deine Expertise und “Superpower”?

Lösungsorientiert. Klingt erst mal abgedroschen und banal. Was wir im Arbeitsalltag aber besonders oft erleben ist, wie wenig hilfreich „defizitorientiertes“ Agieren bei Kunden wie Partnern sein kann. Pragmatismus richtig eingesetzt ist eine der stärksten Waffen unserer Branche. Getreu dem wunderbaren Dreiklang: Vision ohne Aktion ist Illusion. Viel zu oft erleben wir die Zauderer und Haderer, die Bedenkenträger und Abwäger, die letztlich Projekte aufplustern und längst nicht mehr die Lösung verfolgen, sondern die Probleme auf dem Lösungsweg in den Fokus stellen und diesen ein Eigenleben geben, das am Ende Projekte nicht zum  Erfolg führen kann. Brainstormings, Analysen, Besprechungen, Abstimmungen, etc. haben ihre Berechtigung, aber manchmal muss man Dinge auch schnell, einfach, direkt angehen und umsetzen.

Wenn Du Dir die Netzwirtschaft insgesamt, die Verlagswelt, Eure Firma, Deine Position ansiehst, was werden die Haupt-Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein

Herausforderung für die Gesellschaft, bzw. den Staat:

Der aufgeklärte Umgang mit den Potenzialien der Zukunft, ohne das außer acht zu lassen, was nötig war, um diesen Status Quo zu errreichen.

Herausforderung für die Netzwirtschaft in Deutschland / Europa:

Ausbildung muss  sich den Bedürfnissen, den gesellschaftlichen Veränderungen anpassen. Der Berufswunsch „Youtuber“ ist längst keine exotische Antwort mehr. Wie wird man Youtuber? Ist doch ganz einfach: mit einem Smartphone und einer pfiffigen Idee. Näher betrachtet ist dies aber genauso eine Mär, wie, dass künftig Berufe ein Leben lang ausgeübt werden. Investitionen und Innovationen müssen genau hierauf einzahlen, und der Flexibilität durch ebenso flexible wie profunde Ausbildungen und Weiterbildungen Rechnung tragen. Das sind im Übrigen nicht nur Herausforderungen für die Netzwirtschaft – aber in dem hohen Maß der Multiplikation und Schnelligkeit der Informationen liegt hier ein besonders hohes Maß an Verantwortung für die Zukunft.

Herausforderung für die Verlagsbranche:

Ständig steigende Flut an Informationen, Optionen, Möglichkeiten – das bedarf einer zeitgemäßen und ausgewogenen Fokussierung und erfassbarer Selektion.

Herausforderung für unsere Firma:

Sich immer wieder neu erfinden, den Zeiten anpassen, nicht nur Schritt halten, sondern voran gehen, ohne grundlegende Werte und Vorstellungen aufzugeben. Zeitgeist ist wichtig, aber Erfahrung auch – und vor allem nichts, wofür man sich schämen muss.

Meine Persönliche Herausforderung:

Den Spaß an dem was ich tue, nicht zu verlieren, denn das ist eine meiner größten Stärken – Spaß an der Arbeit und diese Freude und Begeisterung auch weitergeben zu können.

Wie sieht Dein “digitales Workout” in der nächsten Zeit aus? In welchen Themenbereichen willst Du Dich oder würdest Dich gerne verbessern?

Die digitale Entschlackung. Im Informationsmanagement und vor allem im Daten(Volumen)-Management. Ich empfinde es fast als physische Last, Daten auf Knopfdruck nahezu unendlich zu multiplizieren.

Gib uns doch bitte eine Empfehlung für…

einen Blog, auf dem Du Dich zu Fachthemen gerne informierst:

Tägliche Klicks auf spiegel.de und bild.de geben mir mehr Einblick in unser eigentliches Thema “Was und wofür sich Menschen begeistern“ als es ein Fachblog könnte. Alles andere liegt immer griffbereit im „geöffneten Werkzeugschrank“ unseres Unternehmens….

einen Artikel, der Dich in der letzten Zeit am meisten begeistert hat

http://www.spiegel.de/sport/fussball/die-mannschaft-deutsche-nationalmannschaft-inszeniert-sich-als-marke-a-1037891.html An einem sehr populären „Asset“ spiegelt dieser Artikel die Herausforderung unseres Schaffens wieder: bleib authentisch, nur so wirst Du mit dem, was Du tust, erfolgreich sein.

ein spannendes Buch, das Dich für Dein Business inspiriert hat:

https://en.wikipedia.org/wiki/E_(novel). Dieses Buch habe ich vor über zehn Jahren gelesen, und in all dieser Zeit hat es mit seinem Witz und seiner frappierenden prozessualen Realität nie an Aktualität verloren.

eine Veranstaltung(-sreihe), auf der Du wirklich etwas dazugelernt hast:

Eine einzelne Veranstaltung kann ich nicht highlighten – da für mich das Ganze Leben ein „Event“ ist, lerne ich jeden Tag dazu – mit immerwährender Freude!

das hilfreichste Tool / die hilfreichste Software für Deine Arbeit:

Excel – ich liebe es.

Mit welchem Experten aus Deinem Fachgebiet würdest Du am liebsten einmal 1 Tag zusammenarbeiten, und warum?

Mit keiner bestimmten Person. Eher mit einem Konstrukt: ein echter Neugründer, der es geschafft hat, eine Idee zu verwirklichen und nachhaltig damit erfolgreich zu sein. Vor allem interessiert mich an ihm, wie er es geschafft hat, sein Business nicht meistbietend zu verkaufen, sondern mit Kontinuität, Kreativität und Realismus so lange in ständig sich veränderten Märkten erfolgreich zu bleiben.